Autogenes Training: Wirksamkeit & Nutzen

Nutzen

Wann Autogenes Training

Wirksamkeit

Das Autogene Training hat bei zahlreichen Leiden in Studien eine hohe Wirksamkeit nachgewiesen. Entsprechend war es in der früheren Psychotherapie eine der zentralen Methoden, die den Klientinnen und Klienten vermittelt wurde. An Wirksamkeit hat das Verfahren seitdem nichts eingebüßt und ist, neben der Progressive Muskelentspannung (PMR, die mehr im amerikanischen Raum verbreitet ist), weiterhin ein zentraler Baustein in der Ausbildung von Psychologischen Psychotherapeuten und entsprechend in heutigen Therapie-Sitzungen. So schreibt etwa die TK: Es ist wirksam „bei ängstlichen und nervösen Störungen, Schlafstörungen sowie psychosomatisch bedingten Krankheitssymptomen bis hin zu leichten depressiven Verstimmungen„.

Das verwundert nicht, wenn man sich verdeutlicht, wie stark und schnell sich unsere Welt mit etwa Massenproduktion und Internet gewandelt hat, während die evolutionäre Entwicklung unseres Gehirns eher über Jahrtausende vonstattengeht: Wir sind mittlerweile andauernden Stress-Zuständen ausgesetzt, die früher eigentlich für die Reaktionen, Kampf, Flucht oder Totstellen vorgesehen waren. Und ohne den entsprechenden Abbau dieser Zustände kommt es mit der Zeit zu psychischen und mitunter auch körperlichen Folgen.

Das Autogene Training ist ein adäquates Gegengewicht zu diesen Stresszuständen. Die Auswirkungen der regelmäßigen Praxis hat Dipl.-Psych. H. Brenner auf Basis einer Befragung in einer Rehabilitationsklinik mit 420 Klient:innen nach 2 Wochen, 4 Monaten und einem Jahr schön und übersichtlich dargstellt:

Beschwerden Besserung nach 2 Wochen Besserung nach 4 Monaten Besserung nach 1 Jahr
Angstzustände 55 % 72 % 89 %
Beklemmungsgefühle 53 % 68 % 89 %
Atembeschwerden 50 % 72 % 89 %
Kloßgefühl 37 % 69 % 89 %
Weinen 57 % 84 % 88 %
Reizbarkeit 63 % 82 % 88 %
Nervosität 62 % 84 % 88 %
Zittrigkeit 52 % 73 % 88 %
Magenbeschwerden 50 % 69 % 87 %
Innere Unruhe 62 % 82 % 85 %
Aufsteigende Hitze 48 % 71 % 84 %
Schweißausbrüche 42 % 65 % 84 %
Kopfschmerzen 50 % 67 % 84 %
Abgespanntheit 57 % 73 % 83 %
Schlafstörungen 52 % 78 % 82 %
Muskelverspannungen 58 % 71 % 81 %
Konzentrationsschwierigkeiten 39 % 59 % 81 %
Schwindelgefühle 46 % 70 % 79 %
Sorgen/Konflikte 42 % 69 % 78 %
Mattigkeit 57 % 61 % 77 %
Kreislaufbeschwerden 46 % 60 % 72 %
Verdauungsbeschwerden 24 % 46 % 70 %
Durchschnittliche Besserung Besserung nach 2 Wochen in % Besserung nach 4 Monaten in % Besserung nach 1 Jahr in %
bei der AT-Gruppe 50 % 70 % 83 %
bei der Kontrollgruppe 42 % 41 % 37 %

Quelle: Brenner, H: Autogenes Training (2002). S.45

Kontraindikationen

Wann man kein Autogenes Training machen sollte

Kontraindikationen

Das Autogene Training ist im Allgemeinen eine sichere und wirksame Methode zur Förderung von Entspannung und Wohlbefinden. Es gibt jedoch auch bestimmte Situationen, in denen das Autogene Training kontraindiziert sein kann, also nicht angewendet werden sollte.

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