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Betroffene · Angehörige · Abschied

Begleitung bei schwerer Diagnose

Ein Ort neben der medizinischen Behandlung, in Berlin-Friedrichshain: für das, was im Behandlungsalltag wenig Raum hat. Für Betroffene und für Angehörige.

Kostenlos und unverbindlich.

Erwachsener Sohn legt seinem älteren Vater die Hand auf die Schulter

Für Betroffene

Wenn es dich selbst betrifft

Neben Behandlungen, Terminen und Befunden bleibt oft wenig Raum für Angst, Unsicherheit und die Frage, wie du die kommende Zeit gestalten möchtest.

In der Begleitung ist Platz für das, was im Behandlungsalltag zu kurz kommt: für das, was dir wichtig ist, und für die Frage, wo du selbst entscheiden kannst. Fantasiereisen und Hypnose können Ruhe und Abstand ermöglichen, als Ergänzung, nicht als Ersatz für die Behandlung.

Rund um eine Diagnose wissen oft viele, was jetzt richtig wäre. Hier geht es um das, was du selbst willst, auch wenn es anders aussieht, als andere erwarten.

Für Angehörige

Wenn ein nahestehender Mensch erkrankt ist

Angehörige tragen oft viel, und ihre eigene Belastung wird leicht übersehen. Schuldgefühle, wenn man an sich selbst denkt, gehören ebenso dazu wie Erschöpfung. Manchmal beginnt die Trauer schon lange vor einem Abschied.

Auch das braucht Raum: um auszusprechen, was zu Hause schwer zu sagen ist, und um Wege zu finden, die Situation mitzutragen, ohne sich selbst zu verlieren.

Dabei hilft es, auseinanderzuhalten, was zu wem gehört. Die Erkrankung und wie der erkrankte Mensch mit ihr umgeht, gehören zu ihm. Deine Angst, deine Erschöpfung und deine Grenzen gehören zu dir. Das ist nicht kalt. Erst so kannst du auf Dauer da sein.

Du kannst auch kommen, wenn der erkrankte Mensch selbst keine Begleitung möchte.

Mein Hintergrund

Zehn Jahre Hospizbegleitung

Von 2015 bis 2026 habe ich ehrenamtlich sterbende Menschen und ihre Angehörigen im Diakonie-Hospiz Berlin-Lichtenberg begleitet. Aus dieser Zeit kenne ich die Situation am Krankenbett und die Fragen, die Betroffene und Angehörige in dieser Phase bewegen.

Meine Begleitung findet neben ärztlicher Behandlung, Palliativversorgung und Hospizdiensten statt, nicht an ihrer Stelle. Ich behandle keine Krankheiten oder Beschwerden.

Wenn der Abschied schon da ist oder hinter dir liegt, findest du mehr unter Trauerbegleitung.

Wie wir arbeiten

In dem Umfang, der gerade möglich ist.

Gespräch

Was beschäftigt dich gerade am meisten? Wo kannst du selbst entscheiden, wo nicht? Was willst du noch sagen, tun, klären?

Ruhe und Abstand

Fantasiereisen und Hypnose als Pause von der Anspannung. Kurz und behutsam; wenn du dabei einschläfst, ist das in Ordnung.

Flexibler Rahmen

Termine nach Absprache. Wenn sich die Situation verändert, passen wir den Rahmen an.

Vor dem Abschied

Vorweggenommene Trauer: Wenn der Abschied schon beginnt

Viele Angehörige trauern lange vor dem Tod: um die gemeinsame Zukunft, um den Menschen, wie er vor der Krankheit war, um das normale Leben. Das nennt man vorweggenommene oder antizipatorische Trauer. Sie ist kein Verrat an dem Kranken und kein Zeichen, dass du aufgegeben hast.

Sie kann sogar helfen: Wer schon vorher Worte findet, kann Dinge sagen und klären, solange Zeit ist. Und sie darf neben der Hoffnung stehen. Beides gleichzeitig zu fühlen ist anstrengend – aber normal.

Häufige Fragen

Häufige Fragen von Angehörigen

Wie gehe ich als Angehöriger mit einer schweren Diagnose um?

Nimm deine eigene Belastung ernst, auch wenn krank der andere ist. Such dir mindestens einen Ort, an dem du nicht stark sein musst. Und teil Aufgaben, wo es geht – niemand kann eine schwere Krankheit allein begleiten.

Was sage ich einem schwer kranken Menschen?

Weniger, als man denkt. Floskeln wie „Das wird schon“ helfen selten. Ehrliche Sätze schon: „Ich weiß nicht, was ich sagen soll, aber ich bin da.“ Und dann zuhören, auch wenn es um Angst oder den Tod geht.

Darf ich als Angehöriger an mich denken?

Ja – du musst sogar. Wer sich völlig verausgabt, kann irgendwann nicht mehr begleiten. Pausen, Schlaf und eigene Unterstützung sind keine Selbstsucht, sondern die Voraussetzung dafür, dass du bleiben kannst.

Was, wenn der Kranke keine Begleitung will?

Dann kannst du trotzdem für dich kommen. Du brauchst dafür nicht seine Zustimmung. Oft entlastet es auch ihn, wenn du einen eigenen Ort für deine Sorgen hast.

Ersetzt das psychoonkologische Beratung?

Nein. Psychoonkologische Angebote der Kliniken und Krebsberatungsstellen sind spezialisiert, oft kostenfrei und eine gute Anlaufstelle. Meine Begleitung kann ergänzen, etwa wenn du einen festen Ort außerhalb des Medizinbetriebs suchst.

Und wenn der Abschied schon da ist?

Dann findest du mehr unter Trauerbegleitung. Die Begleitung kann einfach weitergehen.

Zum Weiterlesen

Lebenskrise: Was hilft, wenn das Alte nicht mehr trägt

Woran sich eine Lebenskrise erkennen lässt, wie sie verlaufen kann und was helfen kann.

Ein erstes Gespräch, auch für Angehörige.

Schreib mir kurz, worum es geht. Danach führen wir ein kostenloses Erstgespräch von etwa 30 Minuten, und du entscheidest in Ruhe.

Lieber telefonieren?
01512 3475145

Termine in Berlin-Friedrichshain

100 € (60 Min.) · 140 € (90 Min.) · Selbstzahler, keine Diagnose, keine Akte.

Was ich nicht mache

Keine Behandlung von Krankheiten oder Beschwerden, kein Ersatz für ärztliche, psychoonkologische oder psychotherapeutische Behandlung. Wenn es gerade nicht mehr geht: Berliner Krisendienst, rund um die Uhr: 030 390 63-10.