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Sinnkrise · Erschöpfung · innere Leere

Wenn der Job nicht mehr trägt.

Begleitung für Männer in Berlin, für die die Arbeit lange vieles getragen hat und die merken, dass das nicht mehr so ist.

Kostenlos und unverbindlich.

Mann sitzt nachts erschöpft am Schreibtisch im Büro

Ausgangslagen

Eine Sinnkrise kann unterschiedlich beginnen

Nach einem Jobverlust

Wenn die berufliche Rolle lange einen großen Teil der Identität ausgemacht hat, betrifft ein Jobverlust mehr als den Arbeitsplatz. Die Frage, wer man ohne diese Rolle ist, kann dann stark in den Vordergrund rücken.

Äußerlich stimmt alles

Position, Einkommen und Anerkennung sind da, und trotzdem fehlt etwas. Weil es von außen wenig Anlass zur Klage gibt, fällt es oft schwer, darüber zu sprechen.

Anhaltende Erschöpfung

Erholung stellt sich kaum noch ein, auch nicht im Urlaub. Körperliche Beschwerden sollten zuerst ärztlich abgeklärt werden. Bleibt die Abklärung ohne Befund, kann die Frage nach der eigenen Lebenssituation in den Vordergrund rücken.

Worum es geht

Der Job ist oft der Anlass, selten die ganze Frage.

Eine Sinnkrise im Beruf lässt sich selten allein mit dem richtigen Job lösen. Häufig geht es um die Frage, wer man jenseits der beruflichen Rolle ist, und warum man lange etwas mitgetragen hat, das nicht gutgetan hat. In der Lebensmitte stellt sich diese Frage für viele deutlicher: Vieles ist aufgebaut, und das erwartete Gefühl von Erfüllung bleibt aus.

Dahinter stehen oft innere Antreiber, in der Transaktionsanalyse etwa „Sei stark“ oder „Streng dich an“. Solche Haltungen sind meist früh entstanden und waren einmal sinnvoll. Wenn sie unverändert weiterlaufen, kann ihr Preis mit der Zeit zu hoch werden.

Deshalb helfen Zeitmanagement, ein Sabbatical oder ein Jobwechsel manchmal nur vorübergehend. Nachhaltiger ist es, die eigenen Antreiber zu kennen und wahrzunehmen, was sich auch körperlich schon länger zeigt.

Im Kern geht es oft um die Frage, ob du nach deinem eigenen Maß arbeitest und lebst oder nach dem anderer. Mehr dazu im Artikel Fremdbestimmt leben.

Wie wir arbeiten

Zuerst zur Ruhe kommen, dann die Muster verstehen.

Zur Ruhe kommen

Wer lange unter Anspannung steht, hat wenig Raum zum Nachdenken. Autogenes Training und Hypnose können helfen, zur Ruhe zu kommen; Autogenes Training lässt sich auch zu Hause üben.

Antreiber erkennen

Systemisch: Woher kommt eine Haltung, wofür war sie einmal gut, und was kostet sie heute? Ohne Schuldzuweisung. Was man kennt, lässt sich eher verändern.

Körperwahrnehmung

Nicht alles lässt sich durch Nachdenken klären. In der Körperarbeit wird wahrnehmbar, was sich im Erleben zeigt, und kann in Entscheidungen einfließen.

Begleitungen bei beruflichen Sinnfragen umfassen häufig etwa 5 bis 12 Sitzungen. Am Ende steht nicht zwingend ein neuer Job, sondern mehr Klarheit darüber, ob und wie der bisherige Weg weitergehen kann.

Was hier nicht stattfindet

Lebenslauf, Bewerbung, Gehaltsverhandlung, nächster Karriereschritt. Das ist Karriereberatung – ein eigenes Fach mit eigenen Leuten, und ich verweise dich gern weiter. Bei mir geht es um das, was vor der nächsten Entscheidung kommt: dass du sie aus Klarheit triffst und nicht aus Flucht.

Und wenn es Burnout ist?

Diese Frage kann ich nicht beantworten, ich stelle keine Diagnosen. Wenn dein Körper seit Längerem Signale sendet, etwa bei Schlaf, Herz, Verdauung oder Schmerzen, gehört die Abklärung zuerst in ärztliche Hände. Die Begleitung hier ersetzt das nicht, sie kann daneben stattfinden.

Einordnung

Was ist eine Sinnkrise – und woran erkennst du sie?

Von einer Sinnkrise spricht man, wenn das, was bisher Orientierung gegeben hat, nicht mehr trägt. Der Alltag läuft weiter, aber die Frage nach dem Wofür lässt sich nicht mehr gut beiseiteschieben. Sie kann in jedem Alter auftreten; in der Lebensmitte stellt sie sich für viele besonders deutlich, oft ausgelöst durch berufliche Ereignisse.

Mögliche Anzeichen sind anhaltende Erschöpfung, Erfolge, die sich leer anfühlen, Rückzug oder Gereiztheit, manchmal auch Aktivität, die nach Aufbruch aussieht, ohne etwas Grundlegendes zu verändern.

Eine Sinnkrise ist keine Krankheit. Sie kann aber mit Beschwerden einhergehen, die ärztlich abgeklärt werden sollten.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zur Sinnkrise

Wie lange dauert eine Sinnkrise?

Das ist sehr unterschiedlich, von einigen Monaten bis zu Jahren. Wird sie dauerhaft überdeckt, etwa durch mehr Arbeit oder einen schnellen Wechsel, kann sie sich in die Länge ziehen.

Was tun bei einer Sinnkrise?

Erst Tempo rausnehmen, dann Bilanz ziehen: Was trägt noch, was nicht mehr, und welche inneren Antreiber halten dich im Dauerlauf? Große Entscheidungen erst treffen, wenn klar ist, wohin du willst – nicht nur, wovon du weg willst.

Soll ich kündigen oder bleiben?

Das kann dir niemand von außen sagen, auch ich nicht. Hilfreich ist eine Unterscheidung: Willst du weg von etwas oder hin zu etwas? Wer nur weg will, nimmt die Frage oft in den nächsten Job mit. Wer weiß, wohin, entscheidet ruhiger.

Hängt das mit der Midlife-Crisis zusammen?

Häufig ja: Die Bilanz der Lebensmitte zeigt sich oft im Beruf. Mehr dazu im Artikel Midlife-Crisis beim Mann.

Wie helfe ich einem Freund in der Sinnkrise?

Zuhören, ohne Lösungen anzubieten. Nicht relativieren („Dir geht es doch gut“). Und konkret nachfragen, wenn er sich zurückzieht. Mehr im Artikel Lebenskrise.

Was kostet eine Begleitung?

100 € für 60 Minuten, 140 € für 90 Minuten. Das Erstgespräch (etwa 30 Minuten) ist kostenlos. Mehr unter Preise.

Zum Weiterlesen

Midlife-Crisis beim Mann: Was dahintersteckt – und was hilft

Was in der Lebensmitte in Bewegung geraten kann, woran sich das zeigt und was an den Klischees dran ist.

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Wenn es gerade nicht mehr geht

Ich behandle keine psychischen Erkrankungen und begleite keine akuten Krisen. Berliner Krisendienst, rund um die Uhr: 030 390 63-10.